Kiesgewinnung
Kieselkloppen- eine alte Dierscheider Tradition
Als Jakob Mick 1959 seine Firma gründete und die Schaufel seines Baggers zum ersten Mal in die Anhöhen der Gegend um Dierscheid griff, setzte er eine alte Tradition fort. Römische Mauerreste deuten nicht nur auf eine frühe Besiedlung, sondern auch auf den Abbau von Schotter, der zur Mörtelherstellung aufbereitet wurde, hin.
Nicht umsonst nennt der Volksmund die knapp 160 Einwohner dieser zur Verbandsgemeinde Wittlich-Land gehörenden Ortschaft, die 1150 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, heute noch "Dierscheider Kieselklopper".
Die am südöstlichen Rand der Eifel gelegene Landschaft, in der diese Bodenschätze seit Menschengedenken gehoben werden, bezeichnet man als Moseleifel. Sie ist das Bindeglied zwischen Hoch- und Kyllburger Waldeifel im Norden und dem Moseltal im Süden. Nahe bei Dierscheid liegt der Kellerberg, mit 448 Metern die höchste Erhebung der Südeifel.
Die Gewinnung von Kies ist harte Arbeit. In der Moseleifel findet sie im Trockenabbau statt, da die Lagerstätten, die als Sedimente urzeitlicher Flussläufe gedeutet werden, nur auf Anhöhen zu finden sind und damit oberhalb des heutigen Grundwasserspiegels liegen.



